Der Essener Bischof Overbeck bezeichnete in der TV-Sendung „Anne Will“ Homosexualität als Sünde und begründete dies nicht theologisch, sondern biologisch, weil sie der Natur widerspreche. Wäre er doch bei der Bibel geblieben! Die ist in dieser Frage eindeutig und voller homosexuellenfeindlicher Stellen. In der Natur ist es nicht ganz so einfach. Forscher berichten immer wieder von gleichgeschlechtlichen Beziehungen – weder kommt jemand dabei zu Schaden noch bricht das natürliche Gefüge zusammen. Die Erkenntnisse der Evolutionstheorie zur Entwicklung des Lebens sind Overbeck ebenfalls unwillkommen. Als dem Zölibat Verpflichteter sollte er sich dringend mit den schädlichen Folgen der widernatürlichen völligen Unterdrückung der Sexualität auseinandersetzen. Statt dessen unternimmt Overbeck den Versuch, durch scheinbar wissenschaftlich begründete, aber tatsächlich falsch verstandene und einseitig ausgelegte Argumentationen anderen Menschen eine Lebensweise aufzuzwingen. Die Gefahren dieses Vorgehens sollten aus der Geschichte hinreichend bekannt sein.
Euer Erz-Humanist





