HVD-NRW Humanistischer Verband Nordrhein-Westfalen K.d.ö.R

 
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Der Humanistische Verband NRW informiert:

Humanismus für heute

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Gigantismus ist der Glaube unserer Zeit. Es geht schon gar nicht mehr um olympische Maßstäbe von höher, schneller, weiter (eigentlich: citius, altius, fortius) Selbst megageil und megacool und Megawatt und Megastimmung sind megalangweilig. Die kleinste erlebbare Einheit muss mindestens „giga“ sein.

Die Loveparade hatte in Berlin ihren Zenit erreicht und brauchte Steigerungsräume. Diese fand sie im Ruhrgebiet. Nachdem in der Stadt Essen nur 900.000 Besucher dabei waren, mussten in Dortmund aus Gründen der kommunalen Selbstachtung mindestens 1,1 Millionen Besucher zusammen gelogen werden. Jetzt Duisburg. Ein Festivalgelände für 400.000 Besucher und ein Tunnelzugang, der stündlich für 20.000 Menschen planerisch berechnet war. Und 1,4 Millionen Besucher?

Gigantismus ist nicht nur der unverrückbare Glaube von partygeilen jungen Menschen. Selbst seriöse Oberbürgermeister und biedere Behördenangestellte bekommen einen seltsamen Ganz in den Augen, wenn sie als Mitgestalter eines Gigaereignisses angesprochen und angeworben werden.

Warum glaubt der törichte Mensch, ein schönes Ereignis lasse sich gigantisch steigern, weil Millionen Menschen das Gleiche erleben? Auch in diesem Fall führt der Glaube in die Irre.

Euer Erz-Humanist

 

Welthumanistentag

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Der 21.6. ist Welthumanistentag. Die Internationale Humanistische und Ethische Union (IHEU) hat diesen Tag ins Leben gerufen, um auf den Humanismus aufmerksam zu machen. Die Bielefelder Ortsgemeinschaft nutzte diesen Anlaß zu einer gemeinsamen Aktivität. Am Vortag folgte eine kleine Gruppe mit großen Interesse einer Führung des Bielefelder Ratsherrn Hartmut Meichsner über „Freimaurersymbole am Alten Rathaus“. Das Bielefelder Rathaus wurde 1904 als freimaurerisches Lehrgebäude erbaut, es ist in dieser Form als Kommunalbau einzigartig in Deutschland. An der Fassade sowie im Inneren finden sich allerlei Ornamente. Die gesamte Gestaltung folgte mystischen Hintergedanken. In seinem überaus kenntnisreichen Vortrag gab Herr Meichsner Einblick in die (für Humanisten fremde) Welt der Zahlensymbolik und Gedankenwelt der Freimaurer. Anschließend wurden im Café noch offene Fragen geklärt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weibliche Persönlichkeiten in der Humanistischen Bewegung

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Weibliche Persönlichkeiten in der Humanistischen Bewegung

Ein Seminar der Freidenker in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum NRW

(Seminarnummer: 13640023) vom 04.Juni bis zum 06. Juni 2010 Tagungsort und Unterbringung: Kurt-Schumacher-Akademie der Friedrich-Ebert –Stiftung,

Willy-Brandt-Str. 19, 53902 Bad Münstereifel

Freitag, 04. Juni 2010

Anreise ab 16.30 Uhr in der Kurt-Schumacher-Akademie

18.00 Uhr Abendessen

19.00 – 22.00 Uhr Begrüßung und Kennen lernen, Seminarerwartungen

und Verständigung über das Programm

„Wo bitte geht´s zu Gott?“ Kritik der 3 Weltreligionen

Samstag, 05. Juni 2010

09.00 – 12.30 Uhr Warum bin ich Freidenkerin? Zur Geschichte der Freidenker

Freigeistige Frauen und das Wahlrecht: Die Lebens- und

Leidensgeschichte von Agnes Wabnitz (1841 – 1894)

 

12.30 Uhr Mittagessen

 

15.00 – 18.00 Uhr Freidenkerinnen beim Wiederaufbau: „Mit der Zeit und nicht

mit der Reaktion gehen.“ Alma Kettig (1915 – 1997)

Was können wir aus dem Leben der Wuppertalerin Alma Kettig lernen?

­- Nationalsozialismus

- Wiederaufbau

- Frauenfriedensbewegung

Sonntag, 06. Juni 2010

 

09.00 – 11.30 Uhr Der Kampf der neuen Frauenbewegung gegen den § 218 und die Rolle der Freidenkerinnen

Die selbst ernannten „Lebensschützer“ im 21. Jahrhundert

Unsere politischen Ziele als Freidenkerinnen

11.30 – 12.00 Uhr Zusammenfassung und Auswertung des Seminars

12.00 Uhr Mittagessen, danach Abreise

 

Leitung: Dr. Gisela Notz, Sozialwissenschaftlerin und Historikerin, Berlin

Org. Leitung: Gisela von Mutius, ForumNRW, Bonn

Anmeldung bis 15. Mai 2010 nur bei Freidenker Wuppertal e. V., c/o Jürgen Czerlitzki, Vogelsangstr. 124, 42109 Wuppertal (Postkarte), Telefon: 0202/754234 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. und durch Überweisung des Kostenbeitrags in Höhe von 65,00 €/Nichtmitglieder 70,00 € (Arbeitslose gegen Bescheinigung die Hälfte) auf das Konto 1284 21 – 433 bei der Postbank Essen (BLZ 360 100 43), Stichwort:
Humanistische Frauen“

 

 

Humanismus für heute

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Der Essener Bischof Overbeck bezeichnete in der TV-Sendung „Anne Will“ Homosexualität als Sünde und begründete dies nicht theologisch, sondern biologisch, weil sie der Natur widerspreche. Wäre er doch bei der Bibel geblieben! Die ist in dieser Frage eindeutig und voller homosexuellenfeindlicher Stellen. In der Natur ist es nicht ganz so einfach. Forscher berichten immer wieder von gleichgeschlechtlichen Beziehungen – weder kommt jemand dabei zu Schaden noch bricht das natürliche Gefüge zusammen. Die Erkenntnisse der Evolutionstheorie zur Entwicklung des Lebens sind Overbeck ebenfalls unwillkommen. Als dem Zölibat Verpflichteter sollte er sich dringend mit den schädlichen Folgen der widernatürlichen völligen Unterdrückung der Sexualität auseinandersetzen. Statt dessen unternimmt Overbeck den Versuch, durch scheinbar wissenschaftlich begründete, aber tatsächlich falsch verstandene und einseitig ausgelegte Argumentationen anderen Menschen eine Lebensweise aufzuzwingen. Die Gefahren dieses Vorgehens sollten aus der Geschichte hinreichend bekannt sein.

Euer Erz-Humanist

 

Was ist der Unterschied zwischen dem SV Pollenstädt und der katholischen Kirche?

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Im Prinzip gibt es keinen Unterschied. Wer als Kind oder Jugendlicher in die Betreuung des einen oder anderen Vereins gelangt, kann Pech haben und wird Opfer eines sexuellen Übergriffs durch Trainer bzw. Priester. Beide Vereine versuchen außerdem, die Straftaten, die in ihren Reihen passiert sind, zu vertuschen und unter den Teppich zu kehren.

Die Verantwortlichen des SV Pollenstädt wissen, dass sie sich damit gegen Recht und Gesetz stellen. Die Verantwortlichen der katholischen Kirche wissen das ebenso.

Im Unterschied zum SV Pollenstädt nehmen sie für sich in Anspruch, die Straftaten vertuschen zu dürfen, weil damit ein „höheres Rechtsgut“, nämlich die Unantastbarkeit und Heiligkeit der katholischen Kirche gesichert werden muss.

Woher nimmt die katholische Kirche die Dreistigkeit, sich über Recht und Gesetz zu stellen?

Die einzig richtige Konsequenz ist die des Bundesjustizministeriums: Alle Verdächtigungen und alle Vergehen, die die sexuelle Unantastbarkeit insbesondere von jungen Menschen betreffen, müssen sofort bei den dafür zuständigen Justizorganen angezeigt werden. Das gilt selbstverständlich auch für die katholische Kirche

 

meint Euer Erzhumanist

 


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